Bei sehr hohen Strömen wird das Wärmemanagement zu einem zentralen Teil der Kabelauslegung. Wassergekühlte Stromkabel werden überall dort eingesetzt, wo an Öfen und Induktionserwärmungsanlagen flexible Hochstromverbindungen benötigt werden.
Ein wassergekühltes Kabel integriert einen Kühlwasserweg in die Leiterbaugruppe. Das Wasser führt die im Betrieb entstehende Wärme ab, während der flexible Leiter Bewegungen zwischen den Anlagenteilen zulässt.
Ein luftgekühltes Kabel gibt die Wärme über die Umgebungsluft und die Leiteroberfläche ab. Bei Hochstrom-Ofenanwendungen führt das zu größeren Leiterquerschnitten und anderen Einbaurandbedingungen.
Die Wahl darf nicht allein nach dem Strom getroffen werden. Zu berücksichtigen sind Strom, Frequenz, Kabellänge, Einschaltdauer, Bewegung beim Einbau, Umgebungstemperatur, Verfügbarkeit von Kühlwasser und die geforderte Anschlusskonstruktion.

Bei Induktionsanlagen ist die Frequenz für die Bewertung flexibler Zuleitungen besonders wichtig, weil die elektrischen Verluste je nach Betriebsbedingungen schwanken.
Wassergekühlte Ausführungen werden daher häufig gewählt, wenn eine kompakte, flexible Verbindung hohe Ströme führen und die Leitertemperatur zugleich begrenzt werden muss.
Die Wasserkühlung bringt allerdings eigene Anforderungen mit sich: zuverlässige Wasserzirkulation, intakte Schläuche, Abdichtung und Wartung.
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